Noah & Co.

 

Dies sind Fragmente, die ich je nach Inspiration ergaenze, sozusagen online weiterschreibe.

 

 

 

 

Adam und Eva

 

 

 

Was waere wenn allem ein wunderschoener Plan zugrunde laege? Unentdeckt und geheimnisvoll?

 

Und jeder von uns diesen unentdeckten Plan in sich traegt, der wie ein Same, nur aufzugehen braucht.

 

Eine Welt in der auch dunkle Farben zugelassen, aber nicht als Selbstzweck gemeint waren.

 

 

 

Sie waren gelungen, die er nach seinem Ebenbild geschaffen, zufrieden ueberliess er sie sich.

 

Denen seine Welt nicht genug war, die er um sie gebildet.

 

Der Fall in Zweifel und Begehren, zu sein, wie der, der sie geschaffen waren groesser, als das Aufgehobensein in ihm.

 

Wenn man behuetet ist, bemerkt man erst einige Zeit spaeter wie wunderbar dieser Zustand ist.

 

Und was man auch tut, es stellt sich nur schwerlich dieses Paradies wieder ein.

 

So fiel der Vorhang, vor dieser heilen Welt, und Erinnerung und Hoffnung, Sehnsucht und Begierde traten an ihre Stelle.

 

Kain, der seiner Mutter zu viel abnahm, der Missbrauch der entstand, von ihm und auch von ihr.

 

Alles, was wir unternehmen, soll dem Umstand dienen, das Paradies zurueckzuerlangen, was auf Erden jedoch unmoeglich ist.

 

Wir sind hier, das zu verstehen.

 

 

 

Gefahr für Gefahr

Licht um Licht

versenken sie sich

in ein Leben das näher dem Tod

an Seiner Hand sicher geleitet

in das Land des Vergessens,

des unaussprechlichens Grauens,

bedeckter, abgewendeter Augen,

sicheren Schrittes wohin?

Troz alller Leiden

meine Augen sehen nur Dich,

die sich an die Dunkelheit hier nicht gewöhnen,

und nicht verarmen in dieser Not, der die Lebewesen oft nicht gewahr.

Wer könnte nicht andere ohne Arg mit Wasser laben,

der selbst Durst nach seinem Ursprung leidet

 

Liebe sucht sich zu mehren auf Erden -

die Ihren zu finden -

Und beginnt aus der Fülle auszuschenken,

und erwartet nichts, aber sie darf sich erwehren,

in einer Welt die stets berechnend ist.

Sie zieht den ihren entgegen tauscht Pfand um Pfand.

Ach leise weht sie durch uns hin,

und vergeht wie wir von ihr fliehen,

so sterben wir.

Sie ist wehrhaft und hingegeben zugleich,

hat sie doch das Kostbarste zu verteidigen ...

Fröhlich schwingt sie durchs Leben

über alle Hindernisse hinweg.

Es ist prosaisch schwer zu leben,

und doch nur ein Wimpernschlag

für Seine Ewigkeit, unsichtbar

allesdurchdringend,

tragen wir Gewänder durch die Zeit

aber das Unsterbliche bleibt sich treu,

reich an Erfahrung, unaufhörlich lernend -

den Stoff des Lebens


 

Andrea Micheel


 

 

 

N o a h


 

Mit der Zeit wandeln wir auch das Geschlecht, wir sind manchmal maennlich, manchmal weiblich, je nachdem, was gerade sinnvoll

ist.

Die Stimme, die uns wirklich fuehrt, zu hoeren ist die Kunst. Es ist nicht die Frage, von Zeit zu Zeit Angst zu haben, sondern, ob man

ihr folgt oder der Stimme, die in einem wohnt, und die so lange schon wartet, bemerkt zu werden.


 

Alle Deine Farben


 

Die Hand Krishnas ist meine Arche,

seine Augen meine Welt und meine Zuversicht,

seine Arme mein Hafen, meine Geborgenheit,

sein Schritt meine Richtung,

sein Regenbogen meine Hoffnung,

meine Haende wirken fuer ihn,

waere ich auch der einzige hier,

in einer Welt ueberflutet von Unwissenheit,

Ignoranz und Boeswilligkeit,

immer wieder in Zeiten ,wenn Irrungen

und Zeichen des Untergangs sich mehren,

baut Krishna eine neue Arche

unbeachtet und fernab -

wie auch immer.

Gegenwart ist hier auch Zukunft,

und ueberlebte Vergangenheit Praesenz

oh suesses Leben, das wie ein Sterben zu Dir hin ist

eine Lebensflut Dir zu.

Reine Welt zu Deinen Fuessen, die nie etwas

anderes werden sollte,

wir gehen nur in Deinen Farben wirklich,

sonst nirgends Todgeweihte,

Aber immer, immer wartet das Leben Ihm zu,

der Spiraltanz.

Meine Stimme. Meine Freude.


 

Nichts ist kostbarer, als Dich zu hoeren oder von Dir, ausser Deiner unmittelbaren Hilfe.

Die Gewaender, der Unerhoerten, die Dich verworfen, gehen unter, damit ihr Ewigkeitsprinzip neues Leben erhalten kann. Ihr

Widerstreben sei unser Strom zu Dir hin.


 

 

Jetzt

 

Hineingeworfen in die Flut

von Menschen, sinnentbehrt,

Ihre Zweifel traenken die Seele

und durchseuchen die Nacht,

Hilf uns aus dieser dunklen Uebermacht!

Die nur Zeit. Vergaenglichkeit.

Dringe durch zu uns, die wir wie verloren

gehen, mein Mittelpunkt, meine Liebe,

mein Vertrauen, lass uns nie los!

Vergib uns die Suenden, die wir nicht begingen,

begehen, in die sie uns tauchen, wenn wir traeumen.

 

 

Nostalgie

 

Sind alle Farben

ins unendliche Licht umgezogen.

Das Schiff ist so unermesslich,

dass es eine Weile braucht,

die Geschichte neu zu formulieren.

Deine physische Gestalt ist gewichen,

Du geisterst nun durch mein Leben

fuer eine neue Form.

Unsere Welt geht auf ins Unbekannte,

verunsicherte Schritte folgen,

einem Werden, dass Altes bewahrt

und das Neue gruesst

 

 

 

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© Andrea Micheel